FAQ - Häufig gestellte Fragen

A

Anziehen

Sie dürfen nach der Operation alles uneingeschränkt anziehen. Feste Gürtel können ggf. zu lokalen Schmerzen führen. Empfohlen wird bei Leistenbruchoperationen für eine gewisse Zeit fest anliegende Unterhosen zu tragen.

Arbeitsunfähigkeit

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach der Operation richtet sich hauptsächlich nach der beruflichen Tätigkeit. Je körperlich belastender der Beruf ist desto länger die AU: Bei leichter Tätigkeit 1-2 Wochen, bei schwerer Tätigkeit bis zu 4 Wochen.

Aufstehen

Schon am Tag der Operation dürfen Sie aufstehen.

B

Bauchbinde

Bei größeren -zumeist offenen- Bruchoperationen ist das Tragen einer Bauchbinde in den ersten 3-4 Wochen sinnvoll und wird meist als angenehm empfunden.

Belastung

Nach einer Bruchoperation mit Netz sind Sie sofort schmerzabhängig voll belastbar. Sie dürfen sich frei bewegen und Lasten bis zu 10 kg in den ersten zwei Wochen heben. Nach zwei Wochen sollte die Belastung in Abhängigkeit von den Schmerzen gesteigert werden. Vollbelastung nach 4 Wochen nach der Operation.

C

Cremes

Bitte in den ersten 7 Tagen nach der Operation keine Cremes auf die Wunde auftragen.

D

Duschen

Sie dürfen ab dem 2. Tag nach der Operation, egal, ob diese offen oder endoskopisch durchgeführt wurde, duschen. Wasser oder Seifenlösung darf über die frischen Wunden laufen. Nach der Dusche die Stellen abtupfen und mit einem frischen Pflaster versorgen. Nach einer Woche sind die Pflaster meist nicht mehr erforderlich. Duschpflaster sind in der Regel nicht notwendig.

E

Essen

Sie dürfen noch am Tag der Operation kleine, magen-schonende Mahlzeiten zu sich nehmen. Patienten, die nach einer Vollnarkose über starke Übelkeit klagen, sollten erst nur Tee und Wasser trinken, und mit der Nahrungsaufnahme bis zum Rückgang der Übelkeit warten.

F

Fäden

Fäden müssen nach der Operation heute nicht mehr entfernt werden, da es sich meist um selbst auflösendes Material handelt.

Fieber

In den ersten 2 Tagen nach der Operation kann die Körpertemperatur etwas ansteigen bis auf 38° C. Wenn sie über 38,5° C steigt sollten Sie dies dem Arzt melden.

G

Gehen

Schon am Tag der Operation dürfen Sie kleine Wege gehen. Gegen einen kleinen Spaziergang am Folgetag gibt es meistens keine Einwände.

H

Heben

Früher hieß es, dass man nach einer Bruchoperation lange Zeit nicht heben darf. Dies ist mit den neuen Operationstechniken 1 Woche nach der Operation bereits erlaubt. (Siehe auch „Belastung“ unter B)

Hernie

Griechisch für „Knospe“: Bei einer Hernie wölben sich Bauchfell oder Eingeweide durch eine Lücke in der Bauchwand nach außen (unter die Haut).

I

Infektion

In seltenen Fällen kommt es zu Infektionen im Wundgebiet. Dies äußert sich durch Rötung, Schwellung und Druckschmerzhaftigkeit, die eher zunehmend sind. Diese Zeichen sollten Sie dem Operateur zeigen. Danach wird ein entsprechendes Behandlungskonzept erstellt.

J

Joggen

Wenn die Wunden verheilt sind und die Schmerzen sich zurückgebildet haben -in der Regel nach zwei Wochen-, darf man wieder joggen gehen. Es wird eine Zeit dauern, bis man die volle Leistungskraft wiedererlangt (nach 4 Wochen). Schmerzen, die nach Belastung auftreten und sich spontan nach einem Tag zurückbilden werden in den ersten Wochen nach der Operation häufiger beschrieben.

K

Komplikation

Bei dem Aufklärungsgespräch werden Sie über mögliche Komplikationen einer Bruchoperation aufgeklärt. Einzelheiten müssen Sie mit dem Operateur besprechen.

Kühlen

Nach offenen Operationen macht es Sinn die Wunde in den ersten 3-5 Tagen nach dem Eingriff zu kühlen (Cold-Pack 1⁄4 h alle 3-4 h).

Kontrolle

Eine chirurgische Kontrolle mit Ultraschall sollte einmalig nach der Operation durchgeführt werden.

L

Laufen

Siehe „Joggen“.

Liegen

Sie dürfen in jeder Position liegen, dadurch wird die Wunde nicht aufgehen oder sich das Netz verschieben – keine Angst. Es kann jedoch ein wenig schmerzen sich auf die Seite der operierten Hernie zu legen.

M

MILOS

„MILOS“ heißt „Mini-to-Less-Open-Sublay“ und findet bei größeren Bauchwand- und Narbenbrüchen Anwendung. Nicht jedoch bei Leistenhernien.

N

Nachuntersuchung

Wir nehmen an einer Multicenter Studie zur Erfassung von Daten zur Hernienchirurgie teil. Das bedeutet für den Patienten, dass wir ihn nach 1, 5 und 10 Jahren nach dem Operationsergebnis befragen. Die Daten werden an mehreren europaweiten Hernienzentren erfasst und zusammengetragen.

O

Operationstag

Am Operationstag kommen Sie bitte – wie mit dem Narkosearzt vereinbart – nüchtern in die Klinik. Auch blutverdünnende Medikamente müssen rechtzeitig – wie mit dem Chirurg besprochen – abgesetzt werden!

P

Pflaster

Zunächst befindet sich die Wunde unter einem im Operationssaal geklebten, sterilen Pflaster, das 24-48 Std. auf der Wunde belassen werden sollte. Danach sollte das Pflaster einmal täglich (nach der Dusche) gewechselt werden. Duschpflaster sind in der Regel nicht erforderlich.

R

Ruhen

Siehe „Belastung“.

S

Schmerz

Schmerzen werden individuell unterschiedlich empfunden und angegeben. Es macht Sinn in den ersten Tagen nach der Operation Schmerzmittel (meist Ibuprofen oder Novalgin) einzunehmen. In seltenen Fällen kommt es zu anhaltenden Schmerzen, die dann dem Operateur geschildert werden sollten.

Serom

Serom nennen wir die Flüssigkeitsansammlung im Operationsgebiet, die in seltenen Fällen nach dem Eingriff auftritt und manchmal nur langsam vom Körper abgebaut wird.

T

Temperatur

Siehe „Fieber“.

V

Verband

Siehe „Pflaster“.

W

Wasser

Nach ca. 24 Stunden darf Wasser über eine frische Wunde laufen. Die Wunde sollte aber nicht in Wasser (Badewanne) aufweichen.

Z

Zwerchfellhernie

Nach einer Zwerchfellhernienoperation kann es zu Schluckstörungen kommen in Folge von Verschwellungen am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Das ist in der Regel nach 5 – 6 Wochen vorbei. In der Zeit empfehlen wir 5 – 6 kleine breiig-flüssige Mahlzeiten zu sich zu nehmen.