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Schenkelbruch (Femoralhernie)

Unter Schenkelbrüchen (Femoralhernien) versteht man Bruchlücken unmittelbar unterhalb des so genannten Leistenbandes im Bereich des Durchtrittes der großen Beinblutgefässe in die Bauchhöhle. Aufgrund der sehr engen Bruchpforte besteht eine erhöhte Gefahr einer Einklemmung des Bruches. Daher sollte der Schenkelbruch immer (zügig) operiert werden.

Ursachen

Der Schenkelbruch tritt bevorzugt bei Frauen auf. Aber auch Männer, bei denen vorher eine offene Leistenbruchoperation durchgeführt worden war, können eine Schenkelhernie entwickeln. Die Bruchlücke liegt zwischen Leistenband und dem oberen Schambeinast im Bereich des Durchtritts der Beinarterie und Beinvenen. Schenkelbrüche können häufig nicht in den Bauchraum zurückgedrückt werden.

Symptome und Folgen

Hauptsächlich macht sich ein Schenkelbruch durch zum Teil starke Schmerzen, weniger durch eine tastbare Vorwölbung bemerkbar. Daher ist gerade beim Schenkelbruch die Durchführung der dynamischen Ultraschalluntersuchung wichtig um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Was ist ein "eingeklemmter" Bruch?

Bei einem eingeklemmten Bruch können die im sogenannten Bruchsack gefangenen Organe – hierbei kann es sich um eine Dünndarmschlinge handeln – weder durch den Patienten noch durch den Arzt wieder in den Bauchraum zurückgedrückt werden. Meist bestehen starke Bauchschmerzen, welche einerseits darauf beruhen, dass der in der Bruchpforte eingeklemmte Darm nicht mehr durchgängig ist und andererseits auch dessen Blutversorgung an der gleichen Stelle durch den Druck von außen unterbrochen ist. Die Unterbrechung der Blutversorgung führt innerhalb von Stunden zum Absterben des im Bruchsack gefangenen Darmstücks, deshalb ist in dieser Situation immer eine Notfalloperation erforderlich.

Diagnostik

Körperliche Untersuchung

Vor der Behandlung erfolgt die genaue Diagnosestellung durch den Spezialisten. Zunächst wird die Vorgeschichte besprochen und erfragt: Wann traten die Beschwerden auf, wie zeigen sich die Beschwerden, welche Vorerkrankungen sind bekannt. Die Leistenregion bzw. die betroffene Bauchwandregion wird abgetastet um so einen Eindruck vom Ausmaß der Bruchbildung zu bekommen.

Dynamischer Ultraschall

Mit der von Professor Niebuhr maßgeblich entwickelten dynamischen Ultraschall­untersuchung Bauchwand / Leiste können präzise Lokalisation, die Größe und Beschaffenheit des Leisten– oder Bauchwandbruches festgestellt werden. Weitere, aufwändigere und teure, bildgebende Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich.

Allgemeine Untersuchungen

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit Ihrem Hausarzt werden die notwendigen, allgemeinen Voruntersuchungen wie EKG und Laboruntersuchungen (Blutentnahme) durchgeführt.

Schenkelbruchoperation in Hamburg

Die einzige Erfolg versprechende Behandlung eines Schenkelbruches ist eine Operation. Beim Schenkelbruch, liegt die Bruchlücke etwas tiefer, unterhalb des Leistenbandes.  Da das Risiko einer Darmeinklemmung bei Schenkelhernien deutlich größer ist, sollte die Operation möglichst rasch erfolgen.

Nachbehandlung

Alltagstätigkeiten wie An-, Auskleiden, Körperhygiene, Gehen, Spazieren können sofort aufgenommen werden. Essen und Trinken ist ebenfalls sofort möglich. Spätestens nach Abschluss der Wundheilung (ca. 7 bis 10 Tage) ist eine Wiederaufnahme normaler körperlicher Aktivitäten möglich:  Hausarbeit, leichte Gartenarbeit, Schwimmen, Joggen, Radfahren sowie Heben bis 20 KG. Mit schwerer körperlicher Arbeit kann je nach Operationsverfahren 3 – 6 Wochen nach der Operation begonnen werden.