Ihr Centrum in Hamburg

Rektusdiastase

Was ist eine Rektusdiastase? Wann helfen Übungen, wann sollte eine Rektusdiastase operiert werden? Warum tritt die Rektusdiastase oft zusammen mit einem Bauchwandbruch auf?

Im Hamburger Hernien Centrum beantworten wir Ihre Fragen – zunächst mit der folgenden Zusammenfassung sowie gern persönlich in unseren Praxen.

Rektusdiastase: 3 Gründe für unser Hernienzentrum

  • Erfordert Ihre Rektusdiastase eine OP, treffen Sie bei uns in  Hamburg ausschließlich auf Spezialisten.
  • Gemeinsam blickt unser Ärzteteam auf eine weltweit einzigartige Erfahrung von 30.000 Operationen – neben Hernien versorgen wir auch Rektusdiastasen in sehr großer Zahl.
  • An unseren Standorten in ganz Hamburg sind wir über den gesamten Behandlungsverlauf für Sie da – vom Vorgespräch, über die mögliche OP bis zur Nachbehandlung.

Vorab in aller Kürze

Wie stellt man eine Rektusdiastase fest?
Eine Rektusdiastase – d. h. das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln – lässt sich insbesondere im Liegen gut ertasten. Per Ultraschall lässt sich die Rektusdiastase präzise messen und bestätigen.

Ist eine Rektusdiastase gefährlich?
Ein gesundheitliches Risiko besteht, wenn die Rektusdiastase mit Bauchwandbrüchen einhergeht, die zur Einklemmung u. a. von Darm führen kann. Auch sehr große Rektusdiastasen nach mehreren Schwangerschaften können erhebliche gesundheitliche Probleme hervorrufen.

Wann muss eine Rektusdiastase operiert werden?
Sehr große Rektusdiastasen nach mehreren Schwangerschaften können Patientinnen gesundheitlich stark beeinträchtigen und eine OP aus medizinischen Gründen erfordern. Zudem ist eine OP in der Regel ratsam, wenn gleichzeitig Hernien mit Einklemmungsrisiko auftreten – sowohl bei der Frau als auch beim Mann.

Rektusdiastase - was ist das?

Als Rektusdiastase bezeichnet man eine Bauchwanderschlaffung, die insbesondere infolge einer Schwangerschaft auftritt. Dabei kommt es zum Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln. Es entsteht ein Spalt in der Mitte des Bauches, der unterschiedlich stark ausgeprägt werden kann.

Eine Rektusdiastase entsteht in der Schwangerschaft automatisch, um Platz im Bauchraum zu schaffen. Primär ist also die Frau betroffen. Aber auch Übergewicht oder falsche Belastung können zu einer Rektusdiastase führen – sie kommt also auch bei Männern vor.

Eine ausgeprägte Rektusdiastase – also ein deutlicher Spalt in der Bauchmitte – lässt sich insbesondere im Liegen gut ertasten. Symptome, die häufig im Zusammenhang mit einer Rektusdiastase auftreten sind Rückenschmerzen, eine Einschränkung der Bauchpresse sowie zum Teil massiver Hautüberschuss und auch nach der Geburt der Eindruck einer fortbestehenden Schwangerschaft.

Eine Rektusdiastase wird nach unterschiedlichen Schweregraden unterschieden. Während sich die erstgradige Rektusdiastase noch gut mit gezielten Übungen und anderen konservativen Maßnahmen zurückbilden lässt, kann ab einer zweitgradigen Rektusdiastase eine OP in Erwägung gezogen werden.

Mit Operationen der Rektusdiastase haben wir in unserem Hernienzentrum viele Jahre Erfahrung. Unter Umständen – etwa bei massivem Hautüberschuss – kann ein kombiniertes Verfahren in Zusammenarbeit mit einem plastischen Chirurgen sinnvoll sein. Auch können eventuelle Bauchwandbrüche gemeinsam mit der Rektusdiastase operiert werden. Wir beraten Sie gern in unseren Praxen an mehreren Standorten in Hamburg.

Erstgradige Rektusdiastase: OP nicht ratsam

Bei erstgradiger Rektusdiastase misst der Spalt zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln weniger als 3 cm. Eine OP ist bei dieser geringen Ausprägung der Rektusdiastase nicht erforderlich. Wir empfehlen konservative Maßnahmen wie eine gezielte Übungen mit Kräftigung besonders der schrägen Bauchwandmuskulatur im Sinne der Rückbildungsgymnastik. Diese können gegebenenfalls in Kombination mit neuromuskulärer Elektrostimulation (NMES) eine sinnvolle Therapie bei einer erstgradigen Rektusdiastase darstellen.

Zweitgradige Rektusdiastase: eMILOS OP kann helfen

Bei einer zweitgradigen Rektusdiastase ohne großen Hautüberschuss kann eine OP in Betracht gezogen werden – insbesondere, wenn zusätzlich Bauchwandbrüche vorliegen. Das ist nicht selten der Fall, da eine Rektusdiastase eine Schwachstelle der Bauchwand ist.

In unserem Hernienzentrum in Hamburg setzen wir bei Rektusdiastase ggf. mit zusätzlichem Bauchwandbruch auf die endoskopische eMILOS Operation. Bei dieser Variante der Rektusdiastase OP ist nur ein sehr kleiner Schnitt erforderlich. Mit einem Kunststoffnetz wird die Bauchwand stabilisert und eventuelle Brüche verschlossen.

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Der Spalt zwischen den geraden Bauchmuskeln kann zusätzlich endoskopisch unter der Haut zusammengenäht werden.

Durch diesen schonenden Eingriff kann für die mittelgroße Form der Rektusdiastase ein funktionell und ästhetisch überzeugendes Ergebnis erreicht werden.

Drittgradige Rektusdiastase: Kombinierte OP

Bei einer Rektusdiastase dritten Grades klafft eine Lücke von über 5 cm zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln. In diesem Fall besteht fast immer ein erheblicher Hautüberschuss. Im Rahmen einer komplexen kombinierten OP kann dann die Rektusdiastase behoben und die Bauchdecke zusätzlich gestrafft werden. Diese findet im Hamburger Hernien Centrum in Zusammenarbeit mit einem plastischen Chirurgen statt.

Bei dieser Form der Rektusdiastase OP werden Haut und Unterhautgewebe zunächst komplett von der darunter liegenden inneren Bauchwand abgelöst. Im nächsten Schritt erfolgt die Raffung und die Stabilisierung der inneren Bauchwandschichten unter zu Hilfenahme eines Kunststoffnetzes. Die darüber liegende Bauchhaut wird der nun stabilisierten inneren Bauchwand angepasst und durch den plastischen Chirurgen angepasst.

Auch für die größte Form der Rektusdiastase kann mit dieser OP ein funktionell und ästhetisch überzeugendes Ergebnis erreicht werden.

Rektusdiastase und Bauchwandbruch

Weichen die geraden Bauchmuskeln – typischerweise bei Schwangerschaft – auseinander, entsteht eine Schwachstelle an der Bauchwand. Eine Rektusdiastase wird also häufig von einem Bauchwandbruch begleitet. Ein Nabelbruch in der Schwangerschaft ist besonders häufig, aber auch an anderen Stellen der Bauchwand kann es zu Brüchen kommen. So begünstigt der erhöhte Druck im Bauchraum bei vielen Schwangeren auch einen Leistenbruch oder Schenkelbruch.

Während sich die Rektusdiastase in vielen Fällen schon durch Übungen und andere konservative Maßnahmen zurückbildet, raten wir bei gleichzeitig auftretenden Hernien zur OP. Bei dieser Bauchwandbruch OP sollte die Rektusdiastase mitversorgt werden, um einen Wiederholungsbruch zu vermeiden.

Narbenhernien und Schwangerschaft

Der Narbenbruch – eine häufige Komplikation nach einer Operation am Bauch – tritt ebenfalls häufig im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft auf. Dazu kommt es in vielen Fällen nach einem Kaiserschnitt im Bereich der OP-Narbe. Aber auch nach vorangegangener Bauch OP kann es bei Schwangerschaft zum Narbenbruch kommen, wenn die Narbe dem zusätzlichen Druck im Bauchraum nicht standhält.

Hernien OP und Schwangerschaft

Ist eine Bauchwandbruch OP erforderlich, fürchten viele Frauen Komplikationen bei einer möglichen weiteren Schwangerschaft. So nehmen viele Betroffene an, dass das eingebrachte Kunststoffnetz bei erneuter Schwangerschaft reißen könnte. Unsere Erfahrung: Die Kunststoffnetze sind belastbar. Zumindest kleinere Netze sind auch bei weiterem Kinderwunsch unproblematisch. Viel größer hingegen ist das Risiko, wenn der Bauchwandbruch unbehandelt bleibt. So werden Hernien ohne OP nicht nur immer größer. Auch besteht die Gefahr, dass Eingeweide wie beispielsweise Darmteile durch die Bruchlücke rutschen. Dann droht eine Einklemmung, die im gefährlichen chirurgischen  Notfall enden kann.